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Der Kiosk Marienwalden ist der neue Projektraum von rampe:aktion e. V.

Der Kiosk Marienwalden ist in Raum für Begegnung und Ideen am Marienfelder Tor. Es geht ums Filme machen und ums gemeinsame Anschauen, um Gespräche, Begegnungen und um das Zusammensein.
Hier machen wir soziale Aktionen, Workshops und experimentelle Filme, die kritische und verborgene Perspektiven auf Gesellschaft zeigen.
Wir befinden uns in der Experimentierphase, verorten uns in der Nachbar*innenschaft und vernetzen uns.












Übersicht der letzten Aktionen

︎ Eröffnung Kiosk Marienwalden
︎ Umgebungserkundung als Filmaktion mit Interviews
︎ Sushi Sonntag
︎ Spaghetti & Sticken
︎ Film Dinner “Believe in the real?”
︎ Filmevent #1
︎ Filmevent #2








Ein Projekt von rampe:aktion, 2026,

Konzeption und Realisierung: Lara Dade, Christian Diaz Orejarena, Christian Limber und Miriam Trostorf

Gefördert durch den Experimentierfond Tempelhof-Schöneberg und Regionalkassen Tempelhof-Schöneberg



    
Woher der Name “Kiosk Marienwalden”?

“Für mich existiert Walden in der ganzen Stadt. Sie können die Stadt auf Ihre eigene kleine Welt reduzieren, die andere vielleicht nie sehen werden.(...) Walden besteht aus Erinnerungen an das, was ich sehen wollte. Ich habe beseitigt, was ich nicht sehen wollte.” (Jonas Mekas)

Jonas Mekas (1922-2019) floh 1944 vor der sowjetischen Besatzung aus Litauen, geriet in ein deutsches Zwangsarbeitslager und lebte jahrelang in Lagern für Vertriebene, bevor er 1949 nach New York kam. Das Exil prägte sein Werk: Mit seiner Bolex-Kamera filmte er den Alltag in der fremden Stadt und hielt Heimat, Verlust und Erinnerung fest. Aus dem Material von 1949 bis 1963 entstand „Lost Lost Lost" (1976), ein Tagebuch des Exils und des Ankommens in der New Yorker Kunstszene. Aus dem Material von 1964 bis 1968 entstand „Walden" (1969), ein Tagebuch aus Freundschaften, Alltagsmomenten und Szenen derselben Szene. Der Titel verweist auf Henry David Thoreau (1817-1862), amerikanischer Schriftsteller und Philosoph. In seinem Buch „Walden" (1854) beschreibt Thoreau sein Leben in einer selbstgebauten Hütte am Walden Pond. Es gilt als Klassiker der amerikanischen Literatur und steht für Einfachheit, Selbstbestimmung und Kritik an Konsum und gesellschaftlichem Zwang. Jonas Mekas „Walden" gilt als Meilenstein des Tagebuchfilms und zeigte, dass das Private und Fragmentarische eine eigene filmische Sprache sein kann.

Filmplakat “Walden”





Einblick in aktuelle Aktionen im Kiosk Marienwalden